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Stephanusgemeinde Bensheim - Buchvorstellungen

Aus dem Leben...

Buchvorstellungen

BuchvorstellungenIn diesem Artikel finden Sie die gesammelten Buchvorstellungen, die in den Gemeindebriefen seit 2011 veröffentlicht wurden.

 

 

 

 

• Eierlikörtage - Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 83 1/4 Jahre (Hendrik Groen)

• Weit weg und ganz nah (Jojo Moyes)

• Lucy mit c: Mit Lichtgeschwindigkeit ins Jenseits (Markolf H. Niemz)

• Evangelische Impulse – Glauben mit Bodenhaftung (Hans-Michael Uhl)

• Die Hütte – ein Wochenende mit Gott (William Paul Young)

• Wie ist es so im Himmel? (Margot Käßmann)

 

Eierlikörtage - Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 83 1/4 Jahre
Eierlikörtage von Hendrik Groen, Piper-Verlagvon Hendrik Groen, Piper-Verlag

Hendrik Groen ist freundlich, höflich und hilfsbereit. Zu freundlich und zu höflich findet er, und so fasst er einen Entschluss. Er beginnt Tagebuch zu schreiben, offen und unzensiert. So beginnt das Buch „Eierlikörtage“ mit seinem ersten Tagebucheintrag vom 1. Januar 2013: „Auch im neuen Jahr hab ich für Senioren nichts übrig. Dieses Geschlurfe hinter Rollatoren, diese völlig deplatzierte Ungeduld, dieses ewige Gejammer, diese Kekse zum Tee, dieses Geseufze und Gestöhne. Ich bin 83 1/4 Jahre alt.“ 

Hendrik lebt in einem Altenheim in Amsterdam-Nord und er erzählt vom Alltag im Seniorenheim: Von seinen Mitbewohnern und Mitbewohnerinnen – von denen er die meisten nicht leiden kann – von der intriganten Heimleiterin, von seinem besten Freund und den eigenen körperlichen Gebrechen.

Er erzählt, wie er mit fünf seiner Mitbewohner den Verein Alanito gründet – die Abkürzung steht für „Alt-aber-nicht-tot“. Ziel des Vereins soll es sein, sich die alten Tage durch gemeinsame Ausflüge und Unternehmungen angenehmer zu gestalten. Die kleine Gruppe wächst immer enger zusammen, aber allen ist bewusst, dass sie ein Arrangement auf Zeit geschlossen haben. 

Der Autor lässt Hendrik offen und schonungslos erzählen, aber dabei niemals verletzend oder überheblich. Er nimmt seine Protagonisten ernst und spart auch Themen wie Krankheit, Operationen und andere Schicksalsschläge nicht aus. 

Ich habe beim Lesen viel gelacht und auch das ein oder andere mal schlucken müssen. Ich habe mich gefragt, wie es sein wird, wenn ich 83 1/4 Jahre alt bin. Werde ich denselben Lebensmut an den Tag legen wie Hendrik oder mich wie einige seiner Mitbewohner in mein Schicksal ergeben? 

Für mich ist das Buch trotz oder vielleicht auch gerade deswegen unglaublich lebensbejahend. Ich kann es jedem, der Mut braucht etwas Neues zu beginnen, wärmstens ans Herz legen.

Astrid Maria Horn, veröffentlich im Gemeindebrief 12/2018

 

Weit weg und ganz nah, von Jojo Moyes, Rowohlt Polaris VerlagWeit weg und ganz nah
von Jojo Moyes, Rowohlt Polaris Verlag

Jess ist eine alleinerziehende Mutter, die – von ihrem Mann im Stich gelassen – in zwei Jobs gleichzeitig arbeiten muss, um den Lebensunterhalt ihrer Familie mit Müh‘ und Not zu sichern. Als ihre hochbegabte Tochter durch die Zusage zu einer Mathematik-Olympiade eine einmalige Aufstiegschance bekommt, droht dieser Traum gleich wieder mangels finanzieller Mittel zu platzen.

Da stellt das Schicksal sie vor ein moralisches Dilemma: Zufällig findet Jess ein Bündel Geldscheine ihres reichen Arbeitgebers. Wohl wissend, dass es falsch ist, dieses an sich zu nehmen, überwindet Jess ihre Skrupel, einzig und allein, um ihrer Tochter eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Sie strandet mitten in der Nacht mit ihren Kindern am Straßenrand – und genau der Mann, dem das Geld gehört, bietet an, sie mitzunehmen. Es folgt ein verrückter Roadtrip mit spannenden Gesprächen und Begegnungen. Spannungsreich entwickelt sich auch die Beziehung zwischen Jess und ihrem unerwarteten Wohltäter.

Jess ist die eigentliche Heldin der Geschichte: Putzfrau, auf sich allein gestellt, immer so gut wie pleite und zugleich unerschütterlich optimistisch, obwohl sie allen Grund dazu hätte, das Gegenteil davon zu sein.

Mit ihrem Bestseller „Weit weg und ganz nah“ zeigt die Autorin des Erfolgsromans „Ein ganzes halbes Jahr“ das Spektrum menschlicher Befindlichkeiten auf einfühlsame Weise. Was ist das wirklich Wichtige im Leben? Wie kann man sich selbst treu bleiben und doch offen für Andere sein? Wo verläuft die Grenze zwischen Opferbereitschaft und Selbstschutz? Was läuft falsch in der Gesellschaft, und was kann ein starker Wille bewirken?

Mir gefiel der Roman nicht nur wegen seiner Sprache, der spannenden Handlung, rührender Momente oder sympathischer Charaktere, sondern auch deshalb, weil er dem Leser Denkanstöße gibt, die ihn begleiten, auch wenn die Lektüre schon längst beendet ist. Und so auf einen eigenen gedanklichen Roadtrip schickt.

Jens Witte, veröffentlich im Gemeindebrief 03/2018

 

Lucy mit c: Mit Lichtgeschwindigkeit ins JenseitsLucy mit c: Mit Lichtgeschwindigkeit ins Jenseits
von Markolf H. Niemz, Books on Demand

Lässt sich das Phänomen der Nahtoderfahrungen erklären? In seinem spannenden Wissenschaftsroman liefert der Physikprofessor Markolf H. Niemz äußerst interessante Analogien zwischen Erkenntnissen der modernen Physik und der Sterbeforschung.

Mit seiner Hypothese, dass unsere Seele mit dem Tod auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt wird, bringt Niemz eine ganz neue Theorie in die moderne Sterbeforschung ein.

Niemz behandelt das Thema jedoch nicht nur aus theoretischer Sicht. Gerade die hier geschilderten realen Nahtoderfahrungen Betroffener, die übrigens über alle Religionen, Kulturen und Bevölkerungsgruppen einschließlich von Atheisten große Ähnlichkeiten aufweisen, machen für mich das Spannende und Faszinierende an diesem Buch aus. In einem eigenen Kapitel „Physik, Philosophie und Theologie“ versucht der Autor, das Gemeinsame aller drei Perspektiven herauszuarbeiten. Das Erstaunliche: Der Naturwis- „Lucy mit c - Mit Lichtgeschwindigkeit ins Jenseits“ von Markolf H. Niemz senschaftler kommt zu dem Schluss, dass eine Existenz nach dem Tod zwingend logisch erscheint.

„Lucy mit c“ verschaffte dem Autor eine Platzierung in den deutschen Bestsellerlisten, obwohl das Buch im Eigenverlag erschienen war. Das Geheimrezept dafür waren die mitunter ungewöhnlichen, aber eindrucksvoll dargestellten Analogien zwischen Physik und Sterbeforschung. Mit einem leicht verständlichen Text, zahlreichen Abbildungen und einfachen Experimenten erhalten die Leser spannende Einblicke in die Strukturen von Raum und Zeit.

Jens Witte, veröffentlich im Gemeindebrief 11/2012

 

Evangelische Impulse - Glauben mit BodenhaftungEvangelische Impulse – Glauben mit Bodenhaftung
von Hans-Michael Uhl, Kreuz Verlag

Evangelisches Leben prägt unsere Gesellschaft: Die Kirchenmusik ist aus dem Kulturleben unserer Städte und Dörfer nicht wegzudenken, und die Diakonie bildet eine tragende Säule unseres Gesundheitssystems. »Evangelische Impulse« erzählt von sechs evangelischen Institutionen, die bis heute in unsere Alltagskultur wirken. Ein Buch für Menschen, die wissen wollen, was sie an ihrer evangelischen Kirche haben.

Evangelisches Pfarrhaus und Kirchenmusik, evangelische Mission und Diakonie, Akademie sowie Theologie stehen für fünf Jahrhunderte evangelischer Tradition. Hans-Michael Uhl, Pfarrer in Hausach im Schwarzwald, verbindet diese Themen in fünf Kapiteln auf anschauliche und lebendige Art mit einer Persönlichkeit und einem Ort evangelischer Prägung. Das letzte Kapitel führt kurz und knapp in die evangelische Theologie ein – „im Schnittpunkt von Kirche und Gesellschaft“, wie Uhl es ausdrückt. Ein roter Faden ist dabei stets der Bezug zur Reformation.

Auf einfache und gut nachvollziehbare Weise stellt der Autor immer wieder die spannende Verknüpfung her zwischen den historischen Persönlichkeiten und der von ihnen ausgehenden Neuerung einerseits und Entwicklungen sowie Fragen unserer Zeit andererseits. Dabei reicht der Spannungsbogen von Luther und „Herrn Käthe“, wie der Reformator liebevoll seine Frau Katharina von Bora nannte, über Johann Sebastian Bach, Nikolaus von Zinzendorf, Amalie Sieveking und Eberhard Müller bis zu Friedrich Schleiermacher.

»Evangelische Impulse« inspiriert und ermutigt, den eigenen Glauben zu leben und auf dieser Grundlage die Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

Jens Witte, veröffentlich im Gemeindebrief 03/2012

 

Die HütteDie Hütte – ein Wochenende mit Gott
von William Paul Young

Mackenzie Allen Philip macht mit seinen drei Kindern einen Campingausflug tief in die Wildnis des US-Staats Oregon. Während er zweien seiner Kinder bei einem Kanuunfall hilft, geschieht etwas Furchtbares: Seine jüngste Tochter Missy wird entführt. Die anschließende Suche bleibt ergebnislos, es werden nur Hinweise in einer verlassenen Hütte gefunden, dass Missy nicht mehr am Leben ist. Mack verfällt in eine „große Traurigkeit“, wie er es nennt, und zweifelt an Gott, am Glauben, an der Hoffnung und der Liebe, an dem Sinn allen Lebens.

Jahre später erhält Mack eine seltsame Nachricht zu einem Treffen in dieser Hütte – von Gott! Trotz aller Zweifel entschließt sich Mack, erneut die Stätte seines dunkelsten Albtraums aufzusuchen. Was er dort vorfindet, ist ganz anders, als er es sich vorgestellt hat: Mack erfährt Gott in einer Weise, die es ihm ermöglicht, ihn und das von ihm zugelassene Geschehen zu akzeptieren.

Die Hütte ist ein Versuch, uns Gott näher zu bringen, das Wesen Gottes zu erklären. Das Buch will eine andere Sicht auf Gott vermitteln, indem es vertraute Vorstellungen von Gott, der Religion und ihrer Hierarchien völlig in Frage stellt mit dem Ziel, traditionelle Klischees zu hinterfragen und ein eigenes Gottesbild zu entwickeln.

Jens Witte, veröffentlich im Gemeindebrief 11/2011

 

Wie ist es so im Himmel Wie ist es so im Himmel?
von Margot Käßmann

„Wie ist es so im Himmel?“ – Wer durch das Inhaltsverzeichnis von Margot Käßmanns Buch blättert, stellt fest, dass der Untertitel „Kinder fragen nach Gott und der Welt“ nur teilweise zutrifft: Etliche der 29 Fragen, denen sie auf rund 160 Seiten nachgeht, dürften auch für Erwachsene spannend sein. Einige lösen zunächst ein Schmunzeln aus, wie „Ist Gott durchsichtig?“. Manche sind eher sachlicher Natur, wie „Warum feiern wir Nikolaus?“ Aber viele gehen auch ins Eingemachte und beschäftigen wohl jeden Christen irgendwann: „Warum erhört Gott so oft nicht unsere Gebete?“ und „Warum geben die reichen Menschen den armen Menschen nichts ab?“

Jede Einheit von jeweils vier bis fünf Seiten gliedert sich in vier Teile: Zunächst richtet sich die Autorin mit einer Antwort an die Kinder und versucht, eine kindgerechte Erklärung zu geben, wobei sie keinesfalls vorgibt, einfache Lösungen oder Antworten parat zu haben. Daran schließt sich eine etwas längere Antwort mit Hintergrundinformationen an, die Eltern, Großeltern oder andere Bezugspersonen anspricht. Gebete von Kindern und zuletzt ein Lied, Gedicht oder Zitat schließen die Einheit ab.

Am Ende des Buches steht das Kapitel „Wie sag ich’s meinem Kind? – Kinder brauchen Religion“. Darin möchte die Autorin die Eltern ermutigen, Kindern in der Religion Wurzeln zu geben, um sie für das Leben zu stärken. Das Erzählen vom Glauben, das Betenlernen und Rituale nennt Margot Käßmann als Kernelemente der christlichen Erziehung.

Um die Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben kommt niemand herum, der Kindern Religion nahe bringen will. Zuweilen wird man feststellen, dass Kinder und Erwachsene nahezu die gleichen Fragen stellen, wie die, warum Gott bestimmte Dinge zulässt. Und selbst wenn wir als Eltern manchmal das Gefühl haben, unser Glaube genüge nicht dem, was wir gerne als Vorbild vorleben möchten: Vielleicht vermögen wir schon durch das Erzählen von Gott und das Ringen um Antworten dem Willen Jesu etwas besser gerecht werden: „Lasset die Kinder zu mir kommen …“ Das Buch von Margot Käßmann kann auf diesem Weg ein guter Begleiter sein – für große und für kleine Kinder Gottes.

Marion Dezenter und Jens Witte, veröffentlich im Gemeindebrief 04/2011